Salbei
Salvia officinalis
Das Kraut der Klärung und Reinigung
Schon sein lateinischer Name „salvare“ (heilen) verrät die immense Kraft des Salbeis. Dieser robuste Halbstrauch mit seinen silbrig-grünen Blättern liebt die Sonne und gedeiht in jedem österreichischen Kräutergarten. Der Echte Salbei ist ein ausdauernder, unten verholzender Halbstrauch, der bis zu 80 cm hoch wird.

Tipp fürs Destillieren
Destilliert werden die Blätter, idealerweise kurz vor der Blüte geerntet. Man kann sowohl frische als auch getrocknete Blätter verwenden.
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Aroma & Sensorik
Das Hydrolat duftet intensiv krautig, würzig und frisch, mit einer leicht herben, kampferartigen Note, die anregend und klärend wirkt. Der Geschmack ist kräftig, leicht bitter und adstringierend, was ihn zu einem potenten Würzmittel macht, das sparsam verwendet werden sollte.
Kulinarische Inspiration
Ein Sprühstoß in einen Gin Tonic verleiht eine spannende, herbe Note. Es eignet sich hervorragend zum Verfeinern von herzhaften Gerichten wie Saltimbocca, Risotto oder Bohneneintöpfen. Ein Hauch Salbeihydrolat in der Salatsauce sorgt für eine mediterrane Tiefe.
Äußerliche Anwendung
- Als Gesichtswasser bei fettiger und großporiger Haut
- Als schweißregulierende Basis für selbstgemachte Deodorants
- Als Mundspülung oder Gurgellösung zur Pflege des Zahnfleisches und zur Beruhigung des Rachenraums
Innerliche Anwendung
- Bei Hitzewallungen/Schwitzen: Traditionell bei übermäßigem Schwitzen und in den Wechseljahren eingesetzt (ein Teelöffel in Wasser)
- In der Küche: Ein Spritzer für eine mediterrane Note in Gerichten
Sicherheitshinweise
Aufgrund des Thujon-Gehalts sollte Salbei-Hydrolat innerlich nicht über einen längeren Zeitraum (max. 3 Wochen am Stück) und nicht in der Schwangerschaft, Stillzeit oder von Epileptikern angewendet werden.
Die Hinweise zur Anwendung beruhen auf Überlieferung und Erfahrung — sie ersetzen keinen ärztlichen Rat.