Schon als Kind fand ich es spannend, die Wiesen rund um unser Haus zu erkunden und allerlei zu entdecken und zu probieren.
Mein Weg führte mich immer wieder in die Natur. 2014 absolvierte am LFI Innsbruck die zweijährige Ausbildung zur Kräuterpädagogin. 2016 folgte ein Diplomlehrgang mit dem Schwerpunkt “Heilpflanzen in der Volksheilkunde”. In diesem Jahr kam auch mein Sohn zur Welt.
Ich entdeckte meine Vorliebe für die Destillation und begann, die Kräuter aus meinem Garten in wundervolle Hydrolate zu verwandeln. Ich erkannte den therapeutischen Nutzen ätherischer Öle und speziell der Hydrolate, die immer noch viel zu wenig Beachtung finden. Deshalb machte ich meinen lang gehegten Wunsch wahr und absolvierte bei der BaBlü-Akademie die 1-jährige Ausbildung zur Aromapraktikerin.
Mit dem “Garteln” kam ich zur Fermentation. Dies ist eine wundervolle Art, Gemüse auf eine gesunde Art haltbar zu machen. Ich liebe es auch, Kombucha, Kefir und Sauerteigbrot herzustellen.
All mein Wissen möchte ich gerne weitergeben, um so viele Menschen wie möglich der Natur näherzubringen. Denn nur wer mit der Natur arbeitet, achtet sie auch!
Eure Dani, die Wasserbrennerin
Der Begriff “Wasserbrennerin” bezeichnete im Mittelalter Frauen, die durch Destillation aus Kräutern und anderen pflanzlichen Materialien heilsame Pflanzenwässer, sogenannte “Aqua Vitae” (lateinisch für “Wasser des Lebens”), herstellten. Diese Tätigkeit war eng mit der Herstellung von Heilmitteln verbunden und wurde häufig von heilkundigen Frauen ausgeübt.
Eine der frühesten dokumentierten Erwähnungen dieser Praxis findet sich in Bezug auf Anna von Sachsen (1544–1577), die für ihre medizinischen Kenntnisse bekannt war und selbst Aqua Vitae destillierte. In historischen Quellen wird erwähnt, dass viele Frauen zu dieser Zeit Aqua Vitae herstellten, was auf die Verbreitung dieser Praxis hinweist.
Der Begriff “Wasserbrenner” wurde auch für Destillateure verwendet, die Branntwein herstellten. In Nürnberg beispielsweise waren im 13. und 14. Jahrhundert die Apotheken die Hauptproduzenten von Alkohol, und es gab polizeiliche Vorschriften, die “gebrannter wein” (Branntwein) als ihr spezielles Produkt bezeichneten. Später ging die Herstellung von Alkohol von den Apothekern auf Spezialisten wie die “Wasserbrenner” über.
Die älteste bisher bekannte destillenartige Apparatur wurde in Tepe Gaura im heutigen Irak ausgegraben und stammt aus der Zeit um 3500 v. Chr. (Kupferzeit). Dabei handelte es sich um einfache keramische Apparaturen, die möglicherweise bereits zur Destillation von Flüssigkeiten verwendet wurden.
Allerdings gilt als gesichert dokumentierter Vorläufer der modernen Destille ein Gerät aus Mesopotamien, genauer gesagt aus Babylonien (heute Irak), das etwa um 2000 v. Chr. entstand. Hierbei handelte es sich um einfache Gefäße mit Kühlaufsatz, um aromatische Essenzen und Parfüms zu gewinnen.
Die antiken Destillationsgeräte wurden später vor allem durch arabische Alchemisten (wie Jabir ibn Hayyan im 8. Jahrhundert) weiterentwickelt und verbreiteten sich dann über Andalusien nach Europa.